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zorrito - 2012-02-03 10:00



„Aufbruch“ wurde für eine Veranstaltungskampagne konzipiert, die für das Jahr 2012 zum Thema „Revolutionskämpfe in Thüringen 1918 – 1920“ geplant ist. Es galt, ein agitatives Bild für den politischen Gebrauch zu malen. Um eine eindeutige Zuordnung der Abbildung zu erreichen wurde deshalb eine realistische Darstellung gewählt und auf die zeitgenössische Kleidung der Figuren besonderer Wert gelegt. Im Vordergrund ist ein Matrose zu sehen, die anderen Figuren tragen alte Heeresuniformen, nur die Frau bricht mit ihrer Kleidung das militärische Gepräge.

Gezeigt ist der Aufbruch. Von rechts weht der Gruppe der Wind entgegen und gegen rechts wird sie gleich marschieren. Nur noch ein kurzes Verharren – ob noch jemand dazu stößt? Doch das ist nicht entscheidend, die, die hier versammelt sind, werden den Kampf aufnehmen! Ihre Entschlossenheit und politische Gesinnung ist durch rote Armbinden und die Gewehre verdeutlicht.

Auf die Darstellung von Gegnern konnte verzichtet werden.

Frauen spielen im politisch/gesellschaftlichen Kontext eine wichtige Rolle. Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen waren Frauen allerdings nicht an den Revolutionskämpfen beteiligt. Die Positionierung der Frauenfigur trägt dem Rechnung. Sie trägt keine Waffe, erhält jedoch durch ihre Geste Bedeutung.

KuK, Acryl auf Papier, 36 cm x 48 cm, November 2011.

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